Grundsätze unserer Arbeit -
Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit

Formen individuellen Arbeitens:
Formen individuellen Arbeitens fließen als wichtige Elemente in unsere Unterrichtsarbeit ein, z.B.: Freiarbeit, Wochenplanarbeit, Projektarbeit, projektorientierter Unterricht, Lernen an Stationen, Werkstattarbeit, Schreibkonferenzen oder Referatsarbeit.

Förderunterricht
Alle Schüler sollen zu ihrem Recht kommen, Förderunterricht zu erhalten. Im Förderunterricht soll auf besondere Stärken oder besondere Schwächen eingegangen werden. Die Freiarbeit eignet sich besonders für individuelle Förderung.
Schülerinnen und Schüler mit Lese- Rechtschreibschwierigkeiten werden in besonders dafür vorgesehenen Stunden gefördert. Wird ein Kind auch von anderen Stellen mitbetreut, z.B. vom Schulpsychologischen Dienst, so soll in enger Absprache mit den dieses Kind betreuenden Mitarbeitern ein Förderplan entwickelt werden.
Zur Zeit bietet eine ehemalige Mitarbeiterin des Schulpsychologischen Dienstes individuelle Diagnose von Lernproblemen und fördernde Maßnahmen zur Motorik und Wahrnehmungsverbesserung an.

Christliche Erziehung
Dem erziehenden Unterricht liegt ein christliches Menschenbild zugrunde.
An unserer Schule nehmen alle Schüler und Schülerinnen am kath. Religionsunterricht teil. Jede Woche besucht eine Klasse einen von dieser Klasse vorbereiteten Schulgottesdienst. So kann eine kleine Gruppe am Altar mit der Gemeindereferentin Gottesdienst feiern. Zu Beginn und zum Ende des Schuljahres kommen alle Kinder zusammen in die Kirche.
In den Festen und Feiern im Schuljahresablauf und in Zeichen im Schulgebäude werden Ziele unserer Arbeit deutlich: Gestaltung der Adventszeit, Gestaltung der Fastenzeit, Pfarrfest, Erstkommuniondankmesse, Martinslaterne der Schule, Schulschild, Kreuze in den Klassen, Bilder im Flur z.B. zum Thema Schöpfung, Engel...
Sowohl zur katholischen Kirche als auch zur evangelischen Kirche besteht ein reger Kontakt.

Gestaltung der Übergänge
Ein guter Kontakt zu den Kindergärten und zu den weiterführenden Schulen erleichtert den Kindern den Übergang zu unserer Schule bzw. den Wechsel zur nächsten Schule. Die Kindergartenkinder haben die Möglichkeit am Tag der offenen Tür, bei der Unterrichtsmitschau und am Tag der Anmeldung ihre neue Schule kennen zu lernen.
Nach der Anmeldung werden zunächst die Kinder zum näheren Kennenlernen in die Schule eingeladen, die vorzeitig eingeschult werden sollen. Nach einer ersten Einschätzung ihrer sozialen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten findet ein Austausch mit dem besuchten Kindergarten über die Lernentwicklung statt. Sind Kindergarten und Schule der Meinung, dass das Kind noch nicht eingeschult werden kann, soll möglichst bald eine Entscheidung von Seiten der Schulleitung getroffen und den Eltern mitgeteilt werden.
Bei allen anderen vorzeitig angemeldeten Kindern wird die Entscheidung erst nach der schulärztlichen Untersuchung getroffen.
Die anderen schulpflichtigen Kinder besuchen möglichst in der Zeit von Dezember bis Ende Januar in kleinen Gruppen die Schule. Bei diesem Besuch wird auf die Entwicklung der Kinder geachtet, auf ihre soziale, emotionale und kognitive Reife. Die Kinder bearbeiten die Aufgaben des Krefelder Einschulungsparcours, ergänzt durch schuleigene Aufgaben. Im anschließenden Austausch mit den Erzieherinnen im Kindergarten soll das entstandene Bild ergänzt werden und bei Bedarf soll im Anschluss daran ein Elterngespräch stattfinden, das den Eltern erforderliche Fördermöglichkeiten für die verbleibende Zeit bis zur Einschulung aufzeigt.

Leseförderung
Großen Wert legen wir auf die Leseförderung. Bereits im 1. Schuljahr führen wir eine Klassenbücherei ein. In den weiteren Schuljahren wird diese gegen altersgemäße und anspruchsvollere Lektüre ausgetauscht.
Die Lesekompetenz, die sich aus Lesefertigkeit, Leseverstehen und Lesemotivation zusammensetzt, wird an unserer Schule vielfältig gefördert. Während des Schulvormittags und besonders in der Freiarbeit geben wir den Schülerinnen und Schülern viel Zeit zum Lesen. Dabei achten wir besonders darauf, dass die Texte für die Kinder bedeutsam sind und aus ihrer Lebenswirklichkeit stammen. Auch die Klassenbüchereien enthalten verschiedene Textgattungen, die der Lesefertigkeit der jeweiligen Schüler entsprechen. Dabei leiten wir die Kinder dazu an, für sich überschaubare Leseaufgaben zu wählen und bieten ihnen die Möglichkeit, über das Gelesene zu sprechen. Wir schaffen Raum für stilles und selbständiges Lesen, für vortragendes und dialogisches Lesen. So lesen die Kinder selbst gewählte Bücher und Texte und erzählen darüber. Sie tragen selbst verfasste Texte vor der Klasse vor und setzen sich produktiv und kreativ mit Texten auseinander, indem sie sie auf verschiedenste Art und Weise präsentieren. Leseverständnis wird überprüfbar auch durch Fragen und Aufgaben zum Text, die die Kinder bearbeiten. Dabei sind viele Lesematerialien mit Selbstkontrollmöglichkeiten ausgestattet. Besonders im Material für die Freiarbeit sind Stöpselkarten, Leseröllchen, Lesemalhefte, Lesespurhefte, Logicals usw. vorhanden. Wir lesen Klassenlektüren, zu denen auch in offenen Unterrichtssituationen gearbeitet wird.
Auch durch jährlich stattfindende Autorenlesungen und Besuchen in der Mediothek oder im Bücherbus sollen die Kinder neugierig gemacht werden und Bücher schätzen lernen.
Der Umgang mit Büchern regt an, eigene Geschichten und Bücher zu schreiben und Gelesenes auf vielfältige Weise handelnd umzusetzen. Nachschlagewerke, Lexika und Wörterbücher in allen Klassen, sowie die Möglichkeit der Recherche auf CD-ROM und im Internet helfen den Kindern sich selbständig zusätzliche Informationen zu beschaffen.
Seit dem Schuljahr 2009/2010 finden ca. 4-5 mal im Jahr Lesetage statt. Hier treffen sich 25 Kinder am Nachmittag an einem besonderen Ort (z.B. auf dem Ponyhof,im Gericht, bei der Feuerwehr). Dort wird aus einem Buch, das zum Ort passt vorgelesen und es gibt Aktionen für die Kinder.

Texte veröffentlichen
Es ist für die Kinder wichtig zu sehen, dass sie ihre Texte für andere schreiben, dass sie von anderen auch gelesen werden. Daher soll den Kindern möglichst häufig Gelegenheit gegeben werden, ihre Texte zu veröffentlichen, z.B. auf einer Wandzeitung im Klassenraum oder im Flur, auf einer Seite im Stadtanzeiger, auf den Weihnachtsgrußkarten, die die Schule verschickt, in selbst geschriebenen Büchern, in Weihnachtsbüchern der Kinder, im Pfarrbrief usw.

Radfahrtraining und -prüfung in der Verkehrswirklichkeit
Die Kinder sollen auf das Radfahren in der Verkehrswirklichkeit vorbereitet werden.
Wir sehen es daher als sinnvoll an, dass die Kinder dort üben und auch dort ihre Prüfung machen, wo sie später in ihrer Freizeit mit dem Fahrrad fahren.
Eltern unterstützen das Training der Kinder und helfen bei der Prüfung auf dem Parcours rund um die Schule, der von der Polizei genehmigt wurde.
Wir fahren nicht mit den Erstklässlern und deren Eltern zur Jugendverkehrsschule, sondern üben zusammen mit den Kinder, Eltern, der Klassenlehrerin und der Polizei vor Ort das Überqueren der Straße in der Nähe der Schule.

Besuch außerschulischer Lernorte
Ergänzend zum Unterricht in der Schule besuchen unsere Klassen auch außerschulische Lernorte, die der Jahrgangsstufe oder den Unterrichtsthemen entsprechen. Oft bietet nur der Wechsel des Lernortes den Kindern die Möglichkeit reale Erfahrungen mit Unterrichtsinhalten verschiedenster Art zu machen.
Mit den Kindern unserer Schule nutzen wir u.a. folgende Möglichkeiten: Zoo, Bäckerei, Krankenhaus, Theater, Museum, Chem-Park, Hülser Berg, Umweltzentrum, Forstwald und Hülser Bruch, Hafen Duisburg, Jugendherbergen, Freilichtmuseen, Sternwarte in Bochum, Bergwerksmuseum, Braunkohletagebau, ...
Gute Erfahrungen machen wir auch mit Experten aus den verschiedensten Berufen, die zu den Kindern in die Schule kommen (Polizisten, Ärzte, Jäger, Ernährungsberater, Autoren, Buchhändler, Informatiker, Geologen, Bergmänner, Elektriker, Krankenschwestern usw.), um ihre Fragen fachkompetent zu beantworten oder mit den Kindern zu einzelnen Themen zu arbeiten.

Hausaufgaben
Ziel ist es, dass Hausaufgaben von den Kindern selbständig in der vorgegebenen Zeit erledigt werden können. Die Eltern sollen den Lehrerinnen zurückmelden, wenn die Kinder nicht allein zurechtkommen oder wenn sie zuviel Zeit benötigen. Da alle Kinder bei den Hausaufgaben noch einmal gefordert werden sollen, können diese auch nach Leistungsgrad der Schüler differenziert gestellt werden.

Leistungsüberprüfung
Es gibt Vereinbarungen und regelmäßigen Austausch über die Praxis der schriftlichen Arbeiten in
- Rechtschreiben
- Texte schreiben
- Mathematik
In den Klassen 3 und 4 werden jeweils 6 Rechtschreibüberprüfungen geschrieben. Daneben werden 4 Aufsätze zu verschiedenen Textgattungen geschrieben. Dabei orientieren sich die Kinder beim Schreiben an den im Unterricht erarbeiteten Schreibtipps. Ebenso wird im Unterricht das Überarbeiten von Texten eingeübt. Diese Fähigkeit kann teilweise auch in Klassenarbeiten genutzt werden. Als Teilleistung fließt sie dann in die Leistungsbewertung ein.
Alle Textproduktionen, die von den Kindern während des Unterrichts erstellt werden, fließen ebenso in die Noten des Faches Deutsch ein.
Es werden an unserer Schule im dritten und im vierten Schuljahr jeweils 6 Mathematikarbeiten geschrieben, die so konzipiert sind, dass bei Erfüllung grundlegender Anforderungen eine ausreichende Leistung erzielt werden kann. Aufgabenstellungen, die eigenständige Problemlösungen, Transferleistung usw. beinhalten, ermöglichen den Schülern gute bis sehr gute Leistungen zu erbringen.
Nicht nur Klassenarbeiten dienen zur Leistungsüberprüfung, sondern darüber hinausgehend alle im Unterricht erbrachten Leistungen.

Arbeitspläne der Schule
Jede Kollegin erarbeitet in Absprache mit den Jahrgangskolleginnen für das neue Schuljahr Arbeitspläne, in denen die Ziele der Lehrpläne konkretisiert werden.
Es sollen jeweils die aktuelle Klassensituation und Besonderheiten im Schuljahr mit einbezogen werden.
Die Pläne zeigen die grobe Unterrichtsplanung in der Zeitstruktur des Schuljahres. Einzelziele, einzelne Projekte usw. sind oft erst kurz vor Beginn des einzelnen Themas erkennbar und sollen nicht bis ins letzte Detail vorgeplant werden.

Überprüfung der Qualität unserer schulischen Arbeit
Unsere pädagogische Arbeit wollen wir in regelmäßigen Abständen an den uns wichtigen Zielen messen.
Alle 2 Jahre führen wir eine Elternbefragung durch.

St. Michael Schule